Wanderfreizeit im Zittauer Gebirge

 

Wer kennt es schon, das südöstlichste Gebirge Deutschlands und das kleinste Mittelgebirge dazu?
Gerade 5km breit und 20km lang ist dieses Kleinod.

Am 10. September machten sich 24 Unverwüstliche auf in diese Region. Eine Einladung erhielten sie zunächst aus Bautzen. Denn wenn man an der Burg und der Altstadt vorbeifährt, zieht es den Autofahrer unwiderstehlich hinein:

Die Stadtkapelle war extra angetreten, um die Besucher zu begrüßen. Der Reichenturm grüßte ebenfalls freundlich .


Nach weiteren Ausflügen landeten alle dann schließlich im "Haus Getraud" in Jonsdorf, einem der schönen "Umgebindehäuser" in der Oberlausitz. Wer mehr dazu wissen möchte, klicke hier.

 

Montag, Wanderung zum Nonnenfelsen und den wunderschönen Gebilden rund um die Mühlsteinbrüche.
Erwartungsvoll und gut gerüstet blicken die Fitten und Fröhlichen dem Nonnenfelsen entgegen und spazieren gelassen durch eine der vielen kleinen Schluchten.
Ausblicke und Einblicke, Aufstieg und Abstieg sowie Rast sind die Elemente der kleinen Touren. 10 bis 12 km sind genug, wenn die Landschaft betrachtet werden , in das "Schwarze Loch", mit 50m dem tiefsten Steinbruch der Gegend hinabgestiegen werden, oder bei den "Orgelpfeifensteinen" Zeit für die Stärkung bei der Mittagsrast bleiben soll.
Der letzte Anstieg des Tages führte zum Carolafelsen und zu fast euphorischen Gefühlsausbrüchen wegen der grandiosen Fernsicht bis zum Isergebirge. Mit Eis u nd Kaffee brachten dann alle ihre müden Glieder wieder auf Vordermann.

Hier noch ein paar kleine Kostbarkeiten: Am Nonnenfelsen tat sich dieser Durchblick zur Oberlausitz auf, die "Henningsäule"
hat eine besondere Geschichte: Ein betrunkener Steinbrucharbeiter erklomm sie im Suff, konnte aber, nüchtern geworden, nur mit Leitern wieder auf den Erdboden zurückgeholt werden. Das dritte Bild, die "Drei Tische" wurden von der Gruppe auch "Krone" getauft. Und die letze Formation wartet noch auf einen Namen.


Dienstag, Wanderung nach Oybin

Zwei Bilder, die typische Haltungen der Wanderer widerspiegeln. Aufwärtsblicken zu den Felsen, den Ruinen, den Gebäuden, dem blauen Himmel, das war immer wieder eine Freude. Und Vorwärtsblicken, auf den Wegen, in die Zeit, in die Ereignisse. Und manchmal durch die Lok des Gebirgsexpress', um schneller und mit weniger Mühe ans Ziel zu kommen.
Hier wird der Burgberg von Oybin erobert. An diesem strengen Herren war oft kein Vorbeikommen, ohne dass man auf's Bild gebannt wurde .
Eineinhalb Stunden waren fast zu wenig, um die Klosterruine, die Burgruine und die Felsen des Burgberges erkunden zu können. Daher gibt es hier wieder einen Link zum Oybiner Burgberg.
Einen kleinen Eindruck vermitteln die Bilder von der Klosterkirche, die sogar C.D.Friedrich in einem Gemälde verewigte.
Ritter leben immer noch in der Burg, tief unter dem Gebäude auf dem zweiten Bild. Wie die Witterung mit den Sandsteinfelsen umgeht, vermag dieser Felsspalt ahnen zu lassen.
Und sogar einen Friedhof, liebevoll gepflegt, gibt es da oben

Das wunderschöne Wetter lockte die fit-und-fröhlich-Frau-und-Mannschaft auf zweierlei Art. Während die einen noch einmal den Ort, das Café und den Gebirgsexpress genießen wollten, machten sich die anderen auf den steilen, aber liebevoll gepflegten Stufenweg zum Pferdeberg, von dem aus sich noch einmal ein schöner Blick auf den Oybiner Berg auftat.


Mittwoch, Hochwald und Rosensteine

Wie eine lange Raupe zogen die "Fitten" den Waldrand bei Hain entlang Richtung Hochwald, dem mit 749m zweithöchsten Berg des Zittauer Gebirges. Beim Hochwald-Hauptbahnhof stellten sich die langjährigen Mitglieder des "Jungmännerwerks" dem Gipfelfotografen, wie man zweifelsfrei erkennt, sehr fröhlich.
Lilli Weid hatte die Idee, beim Gipfelkreuz die ganze Meute auf die Platte zu bannen, und so sieht man hier zum einzigen Mal alle 24 Unverwegten beisammen.
Ausgedörrt vom steilen Aufstieg fassten sich einige hier ein Herz und stärkten sich auch mit flüssigem Brot, zumal der Wirt freundlich über die mitgebrachte Brotzeit hinwegsah.
Gestärkt duch die schöne Aussicht und das frohe Beisammensitzen stieg man - nein, man stolperte nicht - teilweise jenseits der Grenze zum "Kammloch" hinunter. Der steinige Weg erforderte schon volle Konzentration, was allerdings guten Gesprächen keinen Abbruch tat. Und plötzlich stand da eine Sandsteinsäule der besonderen Art am Weg: Der vielfotografierte "Kelchstein" aus rotem Sandstein.
Zum Schluss gönnte sich die frohe Schar noch ein besonderes Vernügen: Die Rückfahrt mit der Zittauer Schmalspurbahn.

Können solch kleine Bildchen wirklich einen Eindruck der Realität vermitteln? Nun, die 24, die dabei waren, werden vor ihrem geistigen Auge alles noch einmal auftauchen sehen:

Den Hochwaldturm, von dem aus die mächtige Gipfelbaude und der höchste Berg der Zittauer, die Lausche mit 792m auszumachen waren, und die rauchende Schmalspurbahn, die sich durch die Landschaft wand wie eine Schlange.

Besonders aber werden die vielen, vielen Felsgebilde in Erinnerung bleiben, für die Namen wie Rosenstein, Kelchstein oder Lokomotive gefunden wurden. Bei einer Formation meinte eine Wanderin:
"Dees schaut aas, wöi wenns aaballte Heffaknia(d)la waan.

 

Nachtrag

Am Schluss war allen klar: Das Wetter, die wunderbare Gemeinschaft und das gastliche Haus waren ein Geschenk, das jeden Tag neu angenommen wurde. Sie war halt ein bisschen kurz, diese Freizeit, aber im Rückblick umso kostbarer. Einige blieben noch in der Gegend und so wurde auch Lückendorf besucht, das eine liebliche kleine Dorfkirche besitzt, in der in 22 Feldern mit Grisaillemalereien das Leben und Wirken Jesu veranschaulicht wird.

Hier und beim Betrachten der Bilder wurde es laut: Das Zittauer Gebirge ist eine zweite Wander-Reise wert.

 

Zittauer Gebirge